Sommerwind

Die vier eigenen Wände, ein Symbol für Schutz und Geborgenheit.
In heißen tagen wie diesen öffnet man gerne einmal das Fenster um eine frische Brise des Sommerwindes zu erhaschen.
Alte Tugenden und Angewohnheiten verflüchtigen sich, langsam wird es langweilig sich immer mit den selben dingen im Alltag zu beschäftigen, man sucht nach neuen dingen.
Wer suchet der findet heißt es bekanntlich, stellt sich nur die Frage wo man anfangen soll, ich persönlich weiß es nicht.
Mir ist langweilig, fühle mich auch ein wenig ausgebrannt.
Tag für Tag die selben Dinge zu tun, sei es nur diese kleinen trivialen Dinge wie zur Arbeit zu gehen.
Es nervt und langweilt mich, der Lohn am Ende des Monats ist genauso gering wie der Niederschlag pro m² in diesen warmen tagen.
Die Sonne vermag es einen förmlich nach draußen an die frische Luft zu ziehen, ihre Anziehungskraft ist ziemlich groß, doch scheitert sie an vielen Seelen, es ist nicht einfach wenn man in dieser Null-Bock Generation aufwächst.

Mag vielleicht auch daran liegen das einem die Welt vernab der eigenen Vier Wände nicht viel bieten kann.
Dieses Land, dieser Staat bietet einem nichts.

Kinder unter 14 die gerade das Leben endecken werden schon in ihrer kreativen Zeit erstickt, es gibt einfach nicht viel zu endecken oder zu erleben in dieser Zeit in der die Hälfte von Hartz 4 leben muss.

Ich war vor 2 tagen in der Stadt, ein Packet zur Post bringen, ein erschreckendes Bild legte sich mir auf.
Die Poststelle die ich wählte lag auf meinem Weg, sie führte mich in den Teil der Stadt wo die Menschen zu mehr als schätzungsweise 60% unter oder an der Armutsgrenze leben, in einem Land was als Sozial- und Indusriestark gilt.
Ein erschreckendes Bild wenn man Kinder weit unter der 16 Jahres grenze mit Zigaretten in der Hand sieht, in mitten von Jugendlichen, umringt von Bier.
Auf dem Weg zurück, kamen mir einige Kinder entgegen, 3 habe ich noch sehr gut in Erinnerung, liegt womöglich an dem starken Kontrast der sich auftat.
Das erste Kind hatte nicht viel, fettige Haare, zerissene Kleidung, wobei Kleidung schon gut ausgedrückt ist, wohl eher ein Schlafanzug auf offener Straße, gepaart mit kaputten Badelatschen.
Irgendwie traurig wie Kinder die noch nicht einmal ein eigenes Leben haben schon unter solchen Umständen leben müssen.
Und wenn sie eines tages im Begriff sind ein eigenes Leben aufzugreifen wird es wohlmöglich nicht anders beginnen als ihr altes Leben.
Jedenfalls begenete ich noch zwei andere Kinder, womöglich um die 12 Jahre, zwei Freundinnen.
Ziemlich aufreizender Gang, ziemlich stark geschminkt, und haufenweise Schmuck um den Hals und die Finger.
Man könnte denken, "ist doch egal, sie habens" aber so denke ich nicht.
Es sind Kinder die sich äußerlich schon verkaufen.
Es waren Kinder in einem nuttigem Frauenoutfit.
Scheint wohl normal zu sein in dieser Welt.

Das Leben ist gewiss nicht einfach, nicht unter solchen Bedingungen aber ich hoffe man versucht wenigstens das beste daraus zu machen.

Faith in yourself, some ways will open, Akadema. 

5.5.07 13:04

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Smithy / Website (6.5.07 11:35)
Schöner block barth =)


Smithy / Website (6.5.07 11:36)
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